"Oekonomen retten die Welt" und "Zehn Milliarden"

«fachseiten», Dezember 2013

Zwei Neuerscheinungen, die in ihrem Blick auf die Welt nicht gegensätzlicher sein könnten. Der deutsche Journalist Malte Buhse beschreibt spannend in "Oekonomen retten die Welt", wie theoretische Erkenntnisse helfen, Geburtenraten zu senken, Waffenschmuggler aufzuspüren oder Nashornwilderer zu bekämpfen. Der britische Naturwissenschaftler Stephen Emmott prophezeit in "Zehn Milliarden" düstere Zeiten, wenn wir uns nicht radikal ändern.

"Armut ist Diebstahl" und "Das Wirtschaftsbuch"

«Fachseiten», November 2013

"Armut ist Diebstahl" meint der Autor René Zeyer in seiner Streitschrift gegen die "Armutsbekämpfungsindustrie". Ein furchterregendes Buch - nicht wegen der Analyse, sondern wegen den Vorschlägen für Zwang und Sanktionen gegenüber den Armen. "Das Wirtschaftsbuch" US-amerikanischer und britischer Oekonomen hält, was es verspricht, nämlich "wichtige Theorien einfach erklärt".

"Des Bankers neue Kleider" und "Economix"

«FACHSEITEN», OKTOBER 2013


Was im Grossbanken-Business schief läuft, legen Anat Admati von der Stanford University und Martin Hellwig vom Max Plank-Institut in "Des Bankers neue Kleider" unmissverständlich offen. Ihr Rezept dagegen ist erstaunlich einfach. Die Banken müssten ihr Eigenkapital massiv erhöhen. Die Analyse überzeugt, scheitert aber am Widerstand der mächtigen Bankenlobby. Ein Lehrbuch der besonderen Art ist der Comic "Economix" des Autors Michael Goodwin und des Illustrators Dan E. Burr. Sie erzählen und zeichnen mehr als 300 Jahre Weltwirtschaftsgeschichte lebendig, verständlich und dennoch kenntnisreich nach.

«Die Alchemisten» und «Kleine Geschichte der Finanzkrisen»

«fachseiten», September 2013

Der Washington Post-Journalist Nial Irwin beschreibt in "Die Alchemisten" anschaulich und spannend, wie die Notenbanker Ben Bernanke, Merwyn King, Jean-Claude Trichet und Mario Draghi die Länder unterschiedlich durch turbulente Zeiten führen und mit welchen Folgen. Der französische Journalist Christian Chavagneux zeigt in "Kleine Geschichte der Finanzkrisen" kenntnisreich und verständlich auf, was uns die Vergangenheit lehrt bzw. lehren sollte, um nächsten Krisen vorzubeugen. Zu hören auf

«Beim Geld hört der Spass auf» und «Verzockt»

«Fachseiten», Juli 2013

Der britische Autor David Marsh analysiert in seinem Buch „«Beim Geld hört der Spass auf“» die vielfältigen Blockaden zwischen den Euroländern und erläutert „Warum die Eurokrise nicht mehr lösbar ist“. Nach der Lektüre fällt es schwer, dem früheren Financial Times-Korrespondenten und Investmentbanker zu widersprechen. Grossbritannien-Korrespondent Sebastian Borger zeigt in „«Verzockt“», dass es im Prozess gegen den jungen und schliesslich verurteilten UBS-Investmentbanker Kweku Adoboli auch um einen Prozess gegen das „UBS-System“ ging. Zu hören auf: SRF.

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